Übersicht für X relevante Punktfiles
Übersicht für X relevante Punktfiles
An dieser Stelle soll nicht detalliert auf die Möglichkeiten der
einzelnen Dateien eingegangen werden, sondern nur eine Übersicht aller
für X interessanten aufgestellt werden. Es erfolgt jeweils ein Verweis
auf ein Kapitel mit näherer Beschreibung.
Beispiele für alle wichtigen
Punktfiles befinden sich in
unserer Demo-Umgebung
in /local/login/demo.
Wenn also Probleme auftreten, kann es sehr hilfreich sein dort erst einmal
nachzusehen oder sie komplett zu kopieren.
Eine Übersicht anderer relevanter
Punktdateien
befindet sich in der UNIX-Einführung.
.cshrc (bzw. .tcshrc)
Dies ist das
Startup-Script
der Shells csh und
tcsh.
Es ist für X nur insoweit interessant, als hier
Environmentvariable
gesetzt werden, die sowohl Server
als auch clients konfigurieren.
Die wichtigsten sollen hier erklärt werden.
- PATH
- Für den Betrieb von X muß hier der Pfad zu
den Binaries des X11 Packages
angegeben sein. Dieser ist
unterschiedlich auf den verschiednen Betriebssystemen
im CIP-Pool. Alle Rechner benutzen den Pfad
/local/X11/bin, die SystemV Maschinen (HP und SGI)
zusätzlich /usr/bin/X11, wo nur die Standard-clients liegen.
- MANPATH
- Damit das Kommando man die
online reference manual pages zu den clients
und Xlib system calls findet, muß hier der Pfad
/local/X11/man enthalten sein.
- DISPLAY
- Definiert das Display
Näheres siehe im Kapitel
Wichtige Environment-Variable.
.xinitrc
Die Datei .xinitrc ist ein normales
Shell-Script.
Das heißt, sie muß mit einer Zeile #!/bin/csh -f beginnen.
(Ein häufiger Fehler bei Änderungen an dieser Datei ist,
daß man vor dieser Zeile eine Leerzeile einfügt. Es erfolgen
dann die cryptischtsten Fehlermeldungen.)
Dieses Script
wird ausgefürt, nachdem der
X-Server gestartet ist, aber
vor jedem anderen client (also auch vor dem
Window-Manager).
Man benutzt es also in der Regel um die Umgebung, d.h. die
Environment-Variablen und
Resourcen, zu laden, und danach
alle Standardclients hochzufahren. Dies sind die Programme,
die man gleich nach dem Hochfahren der X-Umgebung auf dem
Desktop liegen hat, und nicht zu vergessen der
Windowmanager.
Näheres dazu im Abschnitt
Startup von der Console.
.xsession
Diese Datei ist in ihrer Bedeutung identisch mit .xinitrc,
nur wird sie anstelle .xinitrc ausgefürt, wenn man sich per
xdm einloggt. Sie kann in ihrem Inhalt fast
völlig mit .xinitrc identisch sein - man muß nur z.B.
beachten, daß man auf einem
X-Terminal nicht auf die Console
zugreifen kann, und deshalb auch kein Console-Fenster
(xterm -C)
öffnen kann. Näheres dazu im Abschnitt
Startup per xdm.
.xserverrc
Dieses Shell-Script
wird zum Starten des
Servers ausgeführt.
Als Dateiinhalt reicht also im allgemeinen (neben dem Scipt-Header)
eine Kommandozeile X :0 -auth .Xauthority
. Damit gibt man an,
daß sich jeder client, der connecten will, erstmal vor dem eigenen
Authorisierungsfile zu
erkennen geben muß. So verhindert
man zum Beispiel das Abhören seiner Tastatur und das Aushorchen von
Passwörtern.
Näheres dazu im Abschnitt
Startup von der Console.
.xerrors und .xsession-errors
Benutzt man die
Standardumgebung
aus /local/login/demo, werden
in diesen Dateien die Fehlermeldungen das X-Servers
abgelegt - je nachdem ob man an einer Worstation oder X-Terminal
sitzt, in .xerrors bzw. .xsession-errors.
Kommt man also einmal nicht mehr in seine X-Umgebung hinein, kann man in
einer dieser Dateien nachschauen, woran es gelegen hat.
Näheres im Kapitel Startup und Konfiguration.
.Xauthority
Diese Datei dient der Zugriffskontrolle
auf das Display. Hier werden
vom X Server keys gespeichert, die die clients zur Autorisierung
kennen müssen. Die Datei muß die
Zugriffsrechte 600 haben.
.Xdefaults
Das Wort Default steht in der Informatik immer für eine
standardmäßige Vorbelegung. Nicht anders kann man mit
dieser Datei die Resourcen definieren, die
bestimmten clients von Start an mitgegeben werden. Dies ist im Prinzip
nichts anderes als eine Möglichkeit sie zu konfigurieren.
Ein Beispiel für diese Datei steht wie immer in
/local/login/demo.
Die Bedeutung der einzelnen Resourcen
für die clients muß man in deren manpages
nachsehen. Man kann damit sehr viel an Verhalten und Aussehen der clients
einstellen, so daß es sich durchaus lohnen kann sich mit
den einzelnen Resourcen vertraut zu machen.
- Siehe auch:
- Übersicht Punktfiles
-
Punktdateien der Shells
- Konfiguration des Window Managers