Man kann fonts unterscheiden nach der Größe der Buchstaben, ob die Zeichen Fett (bold) oder kursiv (italic) sind und ob es ein Proportionalfont ist. Letztere haben keine einheitliche Buchstabenbreite, d.h. der Buchstabe "i" ist schmaler als "m". Innerhalb eines Fonts haben meist alle Zeichen die gleichen Eigenschaften. Es gibt auch Fonts, die anstelle der normalen Belegung mit den ASCII-Zeichen Sonderzeichen anbieten (z.B. "Symbol")
Man kann Fonts auch skalieren, d.h. vom X-Server in einer anderen als der Default-Größe darstellen lassen. Dies führt bei Bitmap-Fonts zu eher unansehnlichen Resultaten, outline-Fonts liefern hier wesentlich bessere Resultate.
X unterstützt sehr viele verschiedene fonts. Mit dem Kommando xlsfonts läßt man sich die Namen aller Fonts listen. Der Name enthält sogleich die Angaben über Schrifttyp, Höhe und Codierungsnorm. Die einzelnen Werte sind durch Bindestriche getrennt. Man kann diese Strings direkt so verwenden, wenn irgendwo der Name eines Fonts verlangt wird (z.B. xfd oder xterm). Einzelne Angaben kann man jedoch auch durch ein Wildcard "*" ersetzen, wenn einem dieser Parameter egal ist.
xfontsel erlaubt es aus allen 14-teiligen XLFD Fonts (den mit den langen Namen und den vielen Bindestrichen) durch Einstellen der 14 Parameter einen bestimmten aus allen vorhandenen zu selektieren. Dort kann man auch die Bedeutung der Parameter erfahren.
Mit xfd -fn fontname werden alle Zeichen eines fonts gelistet, d.h. alles was man damit darstellen kann und wie es aussieht.
Eine besondere Bedeutung hat der font fixed. Er wird von vielen Programmen verwendet, die einen non-proportionalen font brauchen, wenn man keine Angaben zum gewünschten Font macht (z.B. xterm). Die Fonts mit Namen 7x13 u.ä. sind auch fixed-fonts verschiedenen Größe.
Näheres zu Fonts in den manuals zu den genannten Kommandos und in man X.