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WWW-Browser

WWW-Browser sind Programme, die in der Lage sind Dokumente, die per URL adressierbar sind, darzustellen und die enthaltenen Hyperlinks korrekt zu interpretieren. Es gibt eine Vielzahl solcher Browser, die sich nach der Architektur bzw. Betriebssystem auf der sie laufen (UNIX, Macintosh, MSWindows) und nach den Anforderungen an das Display (ASCII-Terminal oder Window-System) unterscheiden.

Der weitverbreiteste unter den ASCII-Browsern ist Lynx, es gibt aber auch für emacs ein W3-Modul (beide noch nicht im CIP-Pool installiert). Unter X Window System verwenden fast alle den NCSA Mosaic, der Motif-basiert eine sehr komfortable Darstellungsart bietet.

NCSA Mosaic

Das wichtigste ist die Benutzung der Hyperlinks. Jeder, der diese Seite erreicht hat, hat wahrscheinlich schon herausbekommen, daß man die unterstrichenen Wörter mit der Maus anclicken kann, und das bedeutete Dokument wird geladen. Referenzen auf Seiten, die man schon einmal angesehen hat, werden nur noch unterstrichelt dargestellt. Dies ist insbesondere hilfreich, wenn man eine Referenz nach außerhalb hat und unnötige Netzlast vermeiden will.

Wohin ein Link zeigt, wird immer unten auf der Seite angezeigt, sobald man die Maus über den Link bewegt. Es wird die vollständige URL angezeigt. Damit kann man abschätzen, ob man die Seite holen möchte (z.B. ein Link nach Australien ist oft wenig brauchbar, weil der fetch sehr lange benötigt) und ob sie den gewünschten Inhalt enthält, da man ja auch den Pfad und den Dateinamen auf dem Zielsystem erkennt.

Falls sich die Verbindung zu einem Server verklemmt oder aus anderen Gründen zu lange dauert um darauf zu warten, kann man sie durch Anclicken des rotierenden Globus in der rechten oberen Fensterecke abbrechen.

Für jedes im Dokument enthaltene Bild (inlined images) muß eine extra Verbindung zu einem WWW-Server aufgebaut werden. Das heißt, daß zum darstellen eines einzigen Dokuments evtl. mehrere Query/Response-Zyklen durchlaufen werden müssen. Dauert dies wegen schlechter Verbindung zu lange, kann man die Option Delayed Images wählen.Dann werden die Bilder zuerst durch kleine Kästchen ersetzt und erst nach einem Anclicken wird das eigentliche Bild geholt. Ist ein Image mehrmals auf einer oder aufeinanderfolgenden Seiten, so wird es nur einmal vom Browser geholt, dazwischen wird es gecached.

History

Ein sehr wichtiger Mechanismus ist die History. Ähnlich wie im History-Mechanismus der Shells merkt sich der Browser alle Seiten, die man besucht hat, in dieser Reichenfolge. Dann kann man mit den Kommandos Back oder Forward den Pfad, den man entlanggegangen ist, wieder zurück und wieder forwärts gehen. Dies ist entweder mit den Knöpfen am unteren Fensterrand, Tastaturkommandos (siehe unten) oder über das History-Fenster möglich, das man entweder über das Navigate-Menü oder die h-Taste erreicht.

Tastaturbedienung

Vielbenutzer werden es sicherlich zu schätzen wissen, daß man sehr viele Kommandos des Mosaic auch über Tastatur absetzen kann. Die wichtigsten Dabei sind
B
Einen Schritt zurück in der History
F
Einen Schritt forwärts in der History
SPACE,RETURN oder TAB
In der aktuellen Seite vorwärtsblättern (falls nicht die ganze Seite auf den Schirm paßt)
BACKSPACE
In der aktuellen Seite zurückblättern.
Cursor-tasten
In der aktuellen Seite scrollen, falls Teile des Dokuments verdeckt sind.
R
Reload: Die aktuelle Seite neu laden, nützlich wenn man selber Seiten entwickelt und diese nach Veränderungen einsehen möchte.
O
Open: Ein Formular klappt auf und man kann eine URL eingeben, zu der gesprungen werden soll. Wichtig ist dabei, daß immer die vollständige URL angegeben werden muß, d.h. mit http://server am Anfang.

Siehe auch:
NCSA Mosaic Dokumentation (aus USA)
Allgemeines zu NCSA Mosaic (70kB aus USA)
Netscape Home Page (aus USA)