Sounds
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Sounds

Alle Workstations des CIP-Pools, außer den X-Terminals, sind in der Lage, Sounds zu digitalisieren sowie digitalisierte Stücke wieder abzuspielen. Das Abspielen von Sounds ist jedoch nur über Kopfhörer gestattet, um die anderen Studenten nicht zu stören. Die Kommandos zum Aufnehmen/Bearbeiten/Abspielen von Soundfiles sind auf jedem Rechner anders, darum im folgenden eine Aufteilung nach Architekturen.

SGI

Die IRIS Indigo sind unsere besten Sound-Verarbeiter. Sie haben sowohl die mächtigste Hardware als auch die vielfältigste Software. Sie können sogar Sound-Files in CD-Qualität (44.1 kHz) und in DAT-Qualität reproduzieren. Je höher die Qualität des aufgezeichneten Geräusches sein soll, desto höher ist jedoch der benötigte Speicherbedarf. Man regelt die Qualität über die Parameter Channels (1/2 = Mono/Stereo), Rate (Frequenz: 8...48 kHz) und Sampleformat (8 oder 16 Bit). Eine halbwegs passable Qualität erreicht man schon bei 8kHz,16Bit,2Chn, braucht jedoch 4 mal soviel Speicher wie bei 8kHz,8Bit,1Chn.

Man kann Sounds in mehreren Formaten speichern, deshalb gibt es Konvertierungsprogramme wie sox, um zwischen den Formaten umzuwandeln. Das zu bevorzugende Format für SGI ist aiff; mit aifc könnte man die Sound-Daten zwar gleich komprimieren, es wird aber von vielen anderen Systemen und Utilities noch nicht verstanden. Eine Übersicht über verschiedene Soundformate erhält man in der Manpage von sox.

Möchte man nur Sounds nur auf SGIs verarbeiten, so kommt man mit den Kommandos recordaiff und playaiff aus. Unabhängiger vom Format wird man mit den Kommandos sfplay, sfinfo und sfconvert, mit denen man Sounds aller Formate abspielen, identifizieren bzw. umwandeln kann. Alle bis jetzt genannten Kommandos gibt es nur für die Indigo-Workstations.

Eine Brücke zwischen den Architekturen bildet das Kommando sox. Damit kann man nicht nur Formate konvertieren, sondern auch Sound-Effekte erreichen, wie z.B. die Lautstärke erhöhen oder ein Echo einblenden.

Zum Abspielen und Aufnehmen benötigt man unbedingt das apanel, über das man die Lautstärke und den Inputpegel reglen kann. Mehr Möglichkeiten bietet soundeditor, der zusätzlich die Wellenform darstellt und eine Reihe von Bearbeitungsmöglichkeiten auf den Sounds bietet. Es lohnt sich überhaupt, auf den SGIs mal in das Verzeichnis /usr/sbin zu schauen, dort liegen viele interessante Programme.

Nur genannt werden sollen noch aifcinfo, aifcresample, datman, cdman, passthru, soundeditor, soundfiler, aifccompress, aifcdecompress und aifc2aiff, deren Zweck den Manuals zu entnehmen ist.

SUN Sparc Stations

Diese Rechner verstehen nur das NEXT/Sun Format (Dateiendung .au). Sparc 2 können sogar nur maximal 8kHz/8Bit/Mono bearbeiten. Dieses Format benötigt dann ungefähr 0.5 MBytes pro Minute. Die Kommandos zum Aufnehmen/Abspielen lauten record bzw. play. Das Kontroll-Panel für Wiedergabe und Aufnahme heißt bei den Suns gaintool (alle Programme dun Sourcen dazu in /usr/demo/SOUND und in /local/multimedia/bin). Das einzigste Kontroll-Panel mit Rewind überhaupt ist audiotool (Openwindows).

Man kann Sounds nur an den Sparc Stations anhören, an denen ein Soundkabel (SS2) bzw. eine Soundbox (SS10) angeschlossen ist; diese haben dann je einen Anschluß für Kopfhörer und Mikrofon. Das Umstecken dieser Hardware ist nicht gestattet.

Hat man ein CD-ROM Laufwerk (/dev/sr0) angeschlossen, so kann man die Ausgabe über die im Laufwerk eingebaute Kopfhörerbuchse mit x_cdplayer oder komfortabler mit xcdplayer oder am komfortabelsten mit workman steuern. Ein Einladen der Soundfiles in den Rechner ist erst mit CD-ROM Laufwerken der neuesten Generation möglich. Für Suns haben wir dazu deshalb noch keine Software, bei SGI leistet das cdman.

HP715

Diese Rechner können verschiedene Formate. Das einzige Programm zur Bearbeitung von Sounds heißt /usr/audio/bin/audio_editor. Es kann Abspielen, Aufnehmen und die waveform darstellen. Die Umschaltung zwischen Kopfhörer und eingebautem Lautsprecher erfolgt nicht automatisch durch Einstecken eines Kopfhörers in die Buchse im Frontpanel, sondern durch explizite Anwahl des Ausgabegeräts in einem Menü.


Die Beschreibung aller hier genannten Kommandos ist natürlich unvollständig - der Leser sollte also vor der Verwendung unbedingt die entsprechenden Manuals durchlesen, insbesondere, da es sich hierbei um Hardware-Eingriffe handelt, d.h. ein Schaden entstehen kann (z.B. bei Übersteuerung des Input-Signals).

Beispielsounds liegen z.B. unter /local/epixftp und unter /usr/lib/sounds/prosonus auf den SGIs (in CD-Qualität!).