Binärdatei-Anzeige
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Binärdatei-Anzeige

Die Veränderung von Binärdateien ist im allgemeinen nur sinnvoll möglich mit Programmen, die über die Struktur der Daten Bescheid wissen, und sie dementsprechend formatieren können. Deshalb gibt es für die verschiedensten Datenformate unterschiedliche Editoren.

Es gibt aber einige Hilfsmittel, mit denen man wenigstens einen Blick in Binärdateien werfen kann. In manchen Fällen hilft schon der Editor vim, er scheitert aber falls zu selten Newlines vorkommen, er ist halt im Prinzip für Textdateien gedacht.

Besser klappt die Anzeige mit emacs, das zwar mit allen Binärdateien klarkommt, die Bearbeitung ist durch die Darstellung der Sonderzeichen als Control-Sequenzen aber auch nicht sehr übersichtlich.

Mit dem Kommando strings läßt man sich alle Zeichenketten aus einer Datei ausgeben, die aus mehr als 4 (konfigurierbar per Option) druckbaren Zeichen besteht und mit einem Newline oder einer 0 abgeschlossen ist. Bei Programmen wird per Default nur der initialisierte Datenbereich durchsucht, nicht das Codesegment. Das macht Sinn, weil Strings vom Compiler nur im Datensegment abgelegt werden. Beispiel:

   strings /local/games/bin/xboing | less
Mit od kann man sich eine Datei Byte für Byte ausgeben lassen, wahlweise als Oktal-, Dezimal-, Sedezimalwerte oder als Zeichen (nicht druckbare in C-Notation mit Backslash).

Eine X-Version dieses Programms ist xod. Es kann noch etwas mehr in Sachen Positionierung der Anzeige, Suchen nach bestimmten Strings usw. Die Tastatur-Kommandos sind an die des Editors vi angelehnt.