Liste wichtiger Environment Variable
CIP Index Up Left Right

Wichtige Environment-Variable

Per Konvention werden Environment-Variable groß geschrieben, um sie von den Shell-internen Variablen zu unterscheiden. Einige Variable existieren als Shell- und Environmentvariable, da sie sowohl von der Shell als auch von den Anwendungsprogrammen benötigt werden (z.B. PATH und TERM). Wird eine der Variablen gesetzt, gleicht die Shell die andere automatisch an.

Zum Setzen der Variablen existiert der Shell-Befehl setenv. Die Angabe eines Wertes ist optional. Man beachte die Unterschiede in der Syntax gegenüber Shell-internen Variablen.

setenv varname
setenv varname value
unsetenv varname
Aufruf von env listet alle Variablen. Eine Definition kann wieder rückgängig gemacht werden mit dem Kommando unsetenv varname . Siehe auch: Manpage environ(5)

PATH
Bedeutung wie path; dies ist der Pfad der an Anwenderprogramme übergeben wird. Wird von der Shell automatisch gleich dem Wert von path gesetzt.

MANPATH
Wird vom Programm man zur Suche nach seinen manpages verwendet: alle angegebenen Verzeichnisse werden nach manpages durchsucht. Format: Die einzelnen Pfade durch Doppelpunkt getrennt, also wie PATH.

SHELL
Hier steht der Pfad einer Shell, die benutzt wird, wenn ein Programm eine Sub-Shell benötigt (z.B. im vi oder screen). Einige Programme (z.B. resize) leiten hieraus die derzeit laufende Shell ab. Da relevante Unterschiede zwischen Bourne und C-Shell bestehen, sollte diese Variable wenigstens insofern korrekt gehalten werden.

TERM
Siehe $term.

EDITOR
Die meisten der Programme, die einen Editor zur Bearbeitung ihrer Datensätze benötigen, verwenden den hier angegebenen. Ist diese Variable leer, wird im allgemeinen der vi benutzt.

EXINIT
Hier kann man vi Kommandos angeben, mit denen der Editor bei jedem Start initialisiert werden soll.

PAGER
Gibt an welches Programm ( Pager) zum Anzeigen von ASCII-Daten verwendet werden soll; dazu taugen am besten more oder less; (wird z.B. von man verwendet; elm hat seine eigene Konfiguration in $HOME/.elm/elmrc)

ARCH
Nur im CIP-Pool: Enthält einen Wert, der die Rechnerarchitekturen (Marken, Hersteller) eindeutig unterscheidet: sun4, hp700 oder irix.

USER , LOGNAME
Enthalten den Benutzernamen. LOGNAME wird z.B. von rcs verwendet.

NAME
Definiert einen Realname den man sich geben möchte, z.B. im News-Reader nn - Aber Achtung: Posten unter falschen Benutzernamen verstößt gegen die Benutzungsrichtlinien - es sollte hier also wirklich der eigene Name stehen.

DISPLAY
Definiert das Display - das ist im wesentlichen der Rechner - auf dem die von einem X-Anwendungsprogramm dargestellten Fenster angezeigt werden sollen. Diese Variable muß auf einen String der Art "hostname:0.0" gesetzt werden.

LD_LIBRARY_PATH
Diese Variable sagt dem Loader, wo er nach shared libraries für gestartete Programme suchen soll. Wer nur X11 als Benutzeroberfläche hat, der sollte diese Variable nicht setzen. Nur Benutzer von Openwindows und Leute, die unter OSF Motif programmieren, müssen sie auf /local/openwin.v3/lib bzw. /local/Motif/lib setzen. Auch einige andere Programmpakete verlangen nach besonderen Pfaden, wenn sie an den Lehrstühlen entsprechend übersetzt worden sind. Siehe auch Kapitel Paketkonzept.

PRINTER
Enthält den Namen des gewählten Default-Druckers, d.h. immer wenn man mit lpr ohne Angabe eines Druckers druckt, wird der Output an den in dieser Variablen angegebenen geschickt. Wenn man sicher gehen möchte keine unerwünschten Ausdrucke zu produzieren, z.B. mit dem "p" Kommando im elm sollte man diese Variable nicht oder auf "null" setzen. (Ist sie nicht gesetzt, wird der erste Drucker aus /etc/printcap verwendet, das ist für alle Rechner des CIP-Pools der NULL-Drucker.

TZ
Die Zeitzone in der man sich gerade befindet (wieviele Stunden/Minuten westlich von Greenwich in England). Falls diese Variable nicht gesetzt ist, wird die System-Zeitzone übernommen. Siehe man timezone.