Man kann sich seine Quota betrachten, indem man quota -v eingibt. Es wird dann für verschiedene Verzeichnisse (genauer: für Filesysteme, siehe unten) angezeigt, wieviel Speicherplatz bzw. Inodes man darin belegt hat bzw. belegen darf, und ein Zeitlimit für die Soft-Quota.
Es gibt zwei Stufen von Quota: soft und hard. Überschreitet man die Soft-Quota, passiert außer einer Warnung beim Anlegen der Daten erst einmal gar nichts. Hat man die Daten aber nach 7 Tagen nicht wieder gelöscht, tritt derselbe Effekt ein, als hätte man die Hard-Quota überschritten: Man kann keine weiteren Daten mehr anlegen, es erscheint die Fehlermeldung write failed und/oder Disc quota exceeded und manchmal auch disk fulll.
In diesem Fall benutzt man am besten das Kommando du, um das Verzeichnis zu lokalisieren, in dem die meisten Daten angelegt sind. Das Kommando gibt rekursiv für jedes Verzeichnis an, wieviele Blöcke (1024 Bytes auf SunOS, sonst nur 512 Bytes!) von den enthaltenen Dateien belegt werden. Dann bleibt einem nicht weiter übrig, als so lange Dateien zu löschen, bis das Kommando quota (aufgerufen ohne Parameter) keine Meldungen, oder bis quota -v keine "timelefts" mehr ausgibt.
Die Höhe der Quota im CIP-Home ist nicht sehr groß, da dort nur wenige persönliche Daten abgelegt werden sollen. Falls man an Projekten teilnimmt, bekommt man für die Dauer dieser Arbeit ein Projektverzeichnis mit höherer Quota.
Für Fortgeschrittene: Der quota-Befehl sucht in /etc/mtab (bzw. /etc/mnttab auf HP), der Liste aller gemounteten Filesysteme, nach solchen, die mit Quota behaftet sind. Für jeden dieser Einträge läßt er sich die Werte vom exportierenden Rechner (NFS-Server) mitteilen. Deshalb bekommt man mit quota -v auch Ausgaben für Partitions, wo man gar keine Zugriffsrechte hat.
An diesem Punkt kommt der Automounter ins Spiel: da z.B. mehrere Projekte auf einem physikalischen Filesystem angelegt sind, diese aber einzeln gemountet werden, kann ein Filesystem mehrmals in der Ausgabe von quota -v auftauchen. Man hat in diesem Fall aber nur die einfache Quota. Bei den HP-Servern faui06 bis faui08 werden sogar Quotas für Non-Home-Verzeichnisse ausgegeben (die Platten dieser Systeme haben nur eine Partition), dies läßt sich leider nicht vermeiden und kann ignoriert werden.
Andererseits wird die Quota von ungemounteten Filesystemen nicht ausgegeben, d.h. möchte man die Werte für alle seine Projekt-Homes sehen, muß man kurz vorher ein cd überhallhin machen.
Bevor wir Projekte löschen setzen wir die Quota für alle enthaltenen Homes auf 1 (nur ein Verzeichnis erlaubt, das Home-Verzeichnis selber). Dann bekommt man bei jedem Einloggen die Meldung File count limit reached in ..., die man ignorieren kann, sie sagt nur aus, daß man seine Quota voll ausgeschöpft hat.