Mit dem Kommando ps kann man sich Ausschnitte dieser Liste anzeigen lassen. Anders als jobs, ist dieses Kommando nicht Shell-intern. Es liest seine Daten direkt aus dem Datenbereich des Betriebssystems. Das Problem hierbei ist, daß es sehr unterschiedliche Optionen unter verschiedenen UNIX-Derivaten hat. Deshalb wird im folgenden für System-V (HP- und SGI-Rechner) und BSD (bzw. SunOS) getrennt beschrieben.
Gibt man einfach ps ein, so wird nur der Status der Prozesse ausgegeben, die von der Shell, auf der man das ps-Kommando startet, gestartet wurden. Das sind also mindestens die Shell selbst und der ps-Prozess. Man bekommt eine Liste aller seiner Prozesse auf diesem Rechner mit der Option -x (BSD) bzw. -u loginname (SysV).
Normalerweise bekommt man nur eine kurze Ausgabe mit Angaben je Prozeß über PID (Prozeßnummer: dies ist eine Verwaltungsnummer des Betriebssystems. Man braucht diese Nummer z.B. für das kill Kommando), TTY (Terminal von dem aus das Kommando gestartet wurde), Status (nur BSD: z.B. S für Suspended, oder R für Running), TIME (verbrauchte Rechenzeit) und COMMAND (Kommandoname und alle Parameter).
Man kann ausführlichere Informationen erhalten mit der Option -f (SysV) bzw. -l (BSD), die jedoch für den Anfänger noch nicht so interessant sind.
Ein Listing aller Prozesse auf dem System erhält man mit
ps -auxww (BSD: SunOS) ps -ef (System V: HP-UX, IRIX)