Im Prinzip kann man sich den Inhalt einer Datei auch anschauen, indem man den Inhalt einfach auf das Terminal-Device schiebt. Das macht z.B. das Kommando cat . Der Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch, daß Dateien, die mehr Zeilen haben als der Bildschirm oder das aktuelle Fenster fassen können, durchlaufen, d.h. die oberen Zeilen werden schon wieder aus dem Bild geschoben bevor man sie lesen kann.
Abhilfe bieten nun Programme, die nach Ausgabe einer Anzahl von Zeilen auf eine Reaktion des Benutzers warten. Dies sind z.B. less und more. Diese beiden unterscheiden sich hauptsächlich im Bedienungskomfort bzw. in den Anwendungsbereichen. Einige Programme wie z.B. elm bieten auch eingebaute Pager an, sogenannte builtin, die zusätzlich noch anwendungsorientierte Kommandos anbieten (wie z.B. "d" für mail löschen im elm).
less versteht zusätzlich die
meisten der Cursorsteuerungskommandos
des Editors vi.
Tip zur Suche in Manual-Pages
Ein wichtiger Tip zur Suche nach bestimmten Wörtern in
Manuals: normalerweise werden keine unterstrichenen
oder fett gedruckten Wörter gefunden, da in diesen Fällen
Formatierungszeichen zwischen den Buchstaben stehen, die von
less nicht ignoriert werden.
Schaltet man jedoch durch
Eingabe von -i während der Anzeige des betreffenden Textes
die Beachtung von Groß-/Kleinschreibung ab, dann werden
auch solche Wörter gefunden! Dann muß man jedoch darauf
achten, daß man in Suchstrings keine Großbuchstaben verwendet.
Das Verhalten des less kann man durch einige Environmentvariable steuern: Setzt man LESSCHARSET auf latin1, werden auch Umlaute nach ISO-Standard latin1 korrekt angezeigt, so wie es der vim z.B. auch kann. Nähere Informationen im Manual.