Diese Platten-Partitions werden nur bei Bedarf von den Rechnern, an denen sie benötigt werden per Automounter (amd) über das Netz gemounted. Sind sie einmal gemounted, so unterscheidet sich der Zugriff auf sie nicht von dem auf physikalisch am Rechner befindliche. Vor dem automounten muß man jedoch beachten, daß die Daten für viele Kommandos (z.B. ls) noch nicht sichtbar sind - man muß ein solches Verzeichnis erst explizit ansprechen (z.B. mit cd), damit es sichtbar wird.
Man kann den Effekt beobachten, indem man sich nach /proj begibt und ls angibt. Macht man anschließend einen cd in ein Projekt (z.B. cd i4akbp), und danach noch einmal einen ls /proj, so erhält man unter Umständen eine andere Ausgabe: i4akbp wird plötzlich auch aufgeführt (wenn es nicht vorher auch schon gemounted war, weil ein anderer Benutzer darauf zugegriffen hat). Wenn ca. 5 Minuten lang niemand mehr auf das Verzeichnis zugegriffen hat, wird es automatisch wieder unmounted.
Ein kleiner workaround, wie man trotzdem zu einem Listing von solchen "künstlichen" Automounterverzeichnissen kommt, ist das Verwenden der Scripten lslocal, lssrc, lshome und lsproj, die alle Verzeichnisse ausgeben, die unter den entsprechenden Automounterpunkten mountbar sind (sie tun natürlich nichts anderes als eine YP-map auszugeben).
Derzeit wird im CIP-Pool unter den Verzeichnissen /home, /local, /proj, /src und /net auto-gemounted. Näheres dazu im Kapitel Automounter und NFS im CIP-Pool - Vorsicht, bei den Lehrstühlen können dieselben Daten unter völlig anderen Pfaden auftauchen.
Benutzt man in einem dieser Verzeichnisse das Kommando pwd, um sich den aktuellen Pfad ausgeben zu lassen, so bekommt man einen Pfad, der mit /adm/host/ beginnt. Man sollte diese Pfade aber nicht in seinen Programmen verwenden, da sich die Rechner von denen die Verzeichnisse gemounted werden, ändern können. Sicher gegenüber Änderungen ist man, wenn man seine Pfade mit den oben genannten Verzeichnisnamen beginnt. Außerdem ist dieser Pfad nicht mehr existent, sobald nach 5 Minuten Zugriffsfreiheit das Verzeichnis unmounted ist, denn unter /amd wird nicht autogemounted!
Der dem Automounting zugrunde liegende Mechanismus ist NFS (Network file system), der es erlaubt auf einem Rechner filesysteme einer anderen Maschine zu mounten (siehe auch manpage nfs). Mit dem Kommando df [path] (bzw. bdf auf HP-UX) kann man sich anzeigen welche Filesysteme gerade gemounted sind bzw. von wo ein bestimmtes Verzeichnis gemounted ist. Gleichzeitig wird ausgegeben, wieviel Prozent des Plattenplatzes belegt sind. Wieviel davon man selber belegt, kann man sich entweder mit quota -v oder mit du $HOME ausgeben lassen (In evtl. verschiedenen Einheiten, siehe Kapitel Quota).