Man bezeichnet mit remote alles was, im Gegensatz zum lokalen, nicht auf dem Rechner läuft, vor dem man gerade sitzt.
Es gibt eine ganze Reihe von Kommandos, die es erlauben, unterschiedliche Aktionen auf einem anderen Rechner auszuführen:
Mit rlogin hostname, loggt man sich auf dem Remote-Rechner ein, ganz wie lokal. Je nach .rhosts Datei wird einem die Angabe des Passworts erspart. Die Remote-Verbindung wird beendet, wenn sich die Shell beendet oder die Zeichen ~. eingegeben werden. Macht man mehrere rlogins in Reihe, kann man durch Eingabe mehrerer Tilden (~) auch tiefere Schichten von rlogins beenden. Mit Tilde gefolgt von CTRL-Z kann man einen rlogin in den Hintergrund schicken (ein einfaches CTRL-Z würde ja an den Remote-Rechner geschickt, und die Shell dort auffordern, einen Prozeß zu stoppen).
Eine andere Art des remote login bietet telnet. Dies ist nicht der Name eines Netzes, sondern des Protokolls mit dem durch dieses Kommando zwei Rechner verbunden werden. Der Vorteil des Kommandos ist, daß es nicht nur zwischen UNIX-Rechnern funktioniert (und daneben auch sonst etwas robuster ist). Der Nachteil allerdings, daß man immer die volle login-Prozedur durchlaufen muß, d.h. Benutzername und Passwort angeben muß.
telnet kennt auch einen Kommandomodus, in den man kommt wenn man es ohne Parameter startet oder die Taste CTRL-] drückt. Dann kann man z.B. quit eingeben, um telnet zu beenden wenn die Verbindung hängt.
Mit rsh hostname command ... bzw. mit remsh hostname command ... auf den HPs kann man ein Kommando "command ..." auf einem anderen Rechner ausführen, ohne sich dort einzuloggen. Dazu muß der aufrufende Rechner aber im .rhosts File des remote-Rechners stehen. Nicht vergessen, das Shell-Metazeichen, die an den Remote-Rechner übergeben werden sollen gequoted werden müssen.
Normalerweise kann man rsh nicht im Hintergrund ausführen, da es an stdin lauscht (schließlich sollen eventuelle Eingaben, wie z.B. Control-C an den remote- Rechner geschickt werden). Man kann dies Abschalten mit der Option -n, dann werden auf remote-Seite Eingaben von /dev/null gelesen. Bemerkung: rsh liefert auf den HPs eine sogenannte "Reduced Shell", die z.B. für Gast-Logins gedacht ist. Man muß also auf HPs immer darauf achten, remsh Mit rcp file1 file2 kopiert man wie beim normalen cp die Datei file1 auf file2. Jedes der Argumente kann jedoch die erweiterte Form hostname:filename haben, wodurch die jeweilige Datei auf dem angegebenen Rechner hostname gesucht bzw. geschrieben wird. Relative Pfadangaben (ohne führenden / ) gehen vom eigenen Home aus.