Listen von Dateiverzeichnissen
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Listen von Dateiverzeichnissen

Eines der zentralen Kommandos im Umgang mit Dateien ist das Kommando ls. Man kann sich damit Dateinamen und viele andere Informationen über in bestimmten Verzeichnissen enthaltene Dateien ausgeben lassen. Die Informationen werden ausgewählt über eine ganze Reihe von Optionsparametern, das sind einzelne Buchstaben, geführt wie immer von einem Minuszeichen.

Übergibt man dem Kommando ls gar keine Parameter, so listet es nur die Namen der Dateien im aktuellen Verzeichnis. Übergibt man als Parameter einen Verzeichnisnamen, so werden alle darin enthaltenen Dateien gelistet.

Man kann auch die Namen einzelner Dateien übergeben, dann wird nur über diese etwas ausgegeben.Dies macht natürlich erst dann richtig Sinn, wenn man sich mehr, als den Dateinamen ausgeben läßt.

Wenn man ls mit mehreren Datei- oder Verzeichnisnamen aufruft, werden diese evtl. umsortiert, dann aber der Reihe nach abgearbeitet, als ob man ls mehrmals aufgerufen hätte. Vor jeder Ausgabe erscheint der Übersichtlichkeit halber das zu bearbeitende Argument.

Folgende Optionsparameter sind möglich (unter anderem):

-a
Damit werden auch solche Dateien gelistet, deren Name mit einem Punkt beginnt. Diese sogenannten Punktdateien werden normalerweise nicht gelistet, weil man so traditionell solche Dateien benennt, die man recht selten bearbeiten muß. Das sind z.B. Konfigurationsdateien für bestimmte Anwendungsprogramme.
-l
"Long-Output-Format: Es werden wesentlich mehr Informationen über die Dateien ausgegeben. In folgender Reihenfolge:
Typ und Zugriffsrechte
In der ersten Spalte steht der Dateityp, danach in 3 x 3 Spalten Owner-, Gruppen und World-Lese, Schreib- und Ausführungsrecht. Ein "-" bedeutet dabei jeweils, das das entsprechende Recht nicht vergeben wurde. Eine besondere Bedeutung hat das x-Bit für Directories.Mehr dazu bei den Zugriffsrechten.
Reference count
Anzahl der Links auf diese Datei. Mehr dazu siehe im Kapitel Links.
Owner
Benutzername des Erzeugers der Datei.
Group
Gruppenzugehörigkeit des Erzeugers (genauer gesagt: des erzeugenden Prozesses, siehe Gruppenwechsel und Standard-Gruppe).
Size
Größe der Datei.
Uhrzeit
und Datum der Erzeugung.
Dateiname.

-g
Gibt unter BSD-Systemen zusätzlich die Gruppenzugehörigkeit der Datei aus, unter System-V ist dies Default, dort für diese Option zum Weglassen der Gruppenausgabe.

-d
Wenn als Parameter der Name eines Verzeichnisses angegeben wurde, wird jetzt nicht mehr der Inhalt des Verzeichnisses gelistet, sondern nur die Informationen der Verzeichnis-Inode, also wie wenn es eine normale Datei wäre.
-s
Zusätzlich Ausgabe aller von der Datei belegten Blöcke (das sind physikalische Speicherungseinheiten; für HP je ½ kB, für Sun 1 kB) vor jeder sonstigen Ausgabe. Siehe auch du.
-C
Ausgabe in mehreren Spalten nebeneinander. Die Dateien werden in jeder Spalte abwärts sortiert. Nützlich bei Ausgabe von sehr großen Verzeichnissen.
-R
Rekursive Ausgabe von allen Unterverzeichnissen, die evtl. in einem Verzeichnis gefunden werden.

Beispiele:

   ls -als /home/cip/92/.
   ls -Cs /home/cip/92/.
Für die Verwendung von häufig gebrauchten Optionszusammenstellungen sind in der CIP-Standardumgebung eine Reihe von Aliasen definiert, die die Arbeit erleichtern sollen. Diese Definitionen kann man sich in der Datei .cshrc ansehen, z.B. alias ll ls -l.