Bedeutung von Dateiendungen
Bedeutung von Dateiendungen
Unter einer Dateiendung versteht man den Teil eines Dateinamens,
der nach einem "." folgt. Anders als etwa unter MS-DOS
kennt das Betriebssystem UNIX keine Dateiendungen, viele
Anwendungen erwarten jedoch bestimmte Endungen, einige (z.B. der
C-Compiler cc) zwingen sogar zu ihrer Verwendung.
Die Verwendung von Punkten in Dateinamen ist dem Benutzer im
Grunde aber ziemlich freigestellt. Die meisten
Editoren
erlauben z.B. die Verwendung von beliebig vielen Punkten im
Dateinamen. Auf diese Weise kann man Dateinamen etwas
strukturieren.
Der Sinn von Dateiendungen ist es, auf einen Blick erkennen
zu lassen von welcher Art der Inhalt der Datei ist. Es ist
auch sinnvoll einem Namen mehrere Endungen zu geben, etwa
wenn die Datei ge-tar't
und dann komprimiert wurde (name.tar.Z).
Im folgenden eine Liste von häufig verwendeten
Endungen und ihre per Konvention festgelegte Bedeutung:
- .bak
- Bezeichnet die vor einer Änderung an einer Datei
angelegte Sicherungskopie. Diese Kopie legen viele
Programme automatisch an, sie wird bei der nächsten
Änderung dann überschrieben.
- .c
- Enthält Source für ein C-Programm.
- .f
- Enthält Source für ein FORTRAN-Programm
- .scm
- Enthält ein Scheme-Programm
- .o
- Output eines Compilers und Input für den Linker. Hier
wird der bei der Übersetzung aus der Hochspreche produzierte
Maschinencode abgelegt, der dann vom Linker
noch in das vom Betriebssystem für ein startbares Programm
erwartete Form gebracht werden muß.
- .s
- Enthält Assembler Code, z.B. produziert von
cc -S.
- .Z
- Ein mit compress komprimiertes
file. Dekomprimieren mit uncompress. Siehe auch unter
Datenarchive und Kompression.
- .z
- Ein mit pack oder einer frühen
Version von gzip
komprimiertes file. Dekomprimieren mit unpack bzw. gunzip.
Siehe
Datenarchive und Kompression.
- .gz
- Ein mit gzip komprimiertes file.
Dekomprimieren mit gunzip oder gzip -d. Den Inhalt in
dekomprimierter Form ausgeben ohne die Datei zu verändern mit zcat.
Siehe
Datenarchive und Kompression.
- .F
- Ein mit freeze komprimiertes file.
Dekomprimieren mit melt oder freeze -d. Den Inhalt in
uncomprimierter Form ausgeben ohne die Datei zu verändern per fcat.
- .zoo
- Enthält ein zoo-Archiv.
Das ist ein Verbund von einem oder mehreren
komprimierten Dateien und zugehörigem Kommentar. Komplett dekomprimieren
mit
zoo x archivename. Siehe auch
Datenarchive und Kompression
- .lhz
- Ein Datenarchiv von lharc oder
lha.
- .frame
- Enthält mit FrameMaker
erstelltes Dokument.
- .ps
- Dokument im Postscript-Format. Meist produziert per
FrameMaker oder
TeX für
Druckerausgabe.
Kann man betrachten mit ghostview.
- .dvi
- Ausgabe von TeX.
- .gif
- Bilddatei im GIF-Format. Ansehbar mit
xloadimage. Siehe
Bilder.
- .jpg
- Bilddatei im JPEG-Format. Siehe
Kapitel Bilder.
- .xbm
- Datei enthält X-Bitmap (kleines Bildchen). Bearbeitbar mit dem Programm
bitmap.
- .pbm
- Raw-Format für Bilder. Siehe
Übersicht pbm-Kommandos
für Konvertierung.
- .1
- Enthält eine Manualpage der Sektion eins.
im nroff - Format.
Genauso existiert .2 usw. für alle Manualsektionen.
Betrachtbar mit
nroff -man, oder falls schon vorcodiert
mit less oder falls zusätzlich
komprimiert mit zcat file |
less
- .au
- Sounddatei im NEXT/SUN-Format. Abspielbar mit
play auf Sparc-Stations.
Siehe Abschnitt SOUNDS.
- .aiff
- Sounddatei im SGI/APPLE-Format. Abspielbar mit sfplay
auf Indigo-Workstations. Siehe
Abschnitt SOUNDS.
- ,v
- RCS-Datei, die mehrere Revisionen (aufeinanderfolgende
Versionen) einer Textdatei enthält. Siehe dazu
man rcsintro. Endung beginnt
ausnahmsweise mit einem Komma.