Textverarbeitung mit FrameMaker
CIP Index Up Left Right

FrameMaker

Der FrameMaker ist ein X Window System client; man startet ihn am besten über die Window-Manager-Menüs. In der Standard-Umgebung befindet er sich im Unter-Menü Tools. Nach dem Start bekommt man ein kleines Fenster, wo man angeben kann, ob eine neue Datei bearbeitet oder eine alte editiert werden soll usw. Mit dem Exit-Button kann man das Programm wieder beenden.

Möchte man einen neuen Text erstellen, wählt man den Button NEW und aus dem aufklappenden fileselector am besten das Format Blanko (dann besteht noch die Wahlmöglichkeit zwischen Hoch- und Querformat).

Die Grundidee dieses Editors ist es, daß man seinen Text in exakt der Form sieht, wie er einmal am Drucker rauskommen wird. Man kann sich mit den Möglichkeiten der Format-Menüs also sehr leicht an das gewünschte Aussehen herantasten.

FrameMaker ist ein sehr komfortables und deshalb komplexes Programm. Es existieren dazu eine ganze Reihe von Handbüchern im CIP-Pool im 2. Stock. Man kann sie am IMMD4 auch kaufen.

Einige Formulare (z.B."Paragraph Format") sind mehrschichtig, d.h.man sieht nicht alle einstellbaren Optionen auf einmal, sondern muß zwischen den Schichten umschalten (bei paragraph mit dem Popup-Menü Properties ).

Drucken

Dieser Editor unterscheidet sich von z.B. vi oder emacs dadurch, daß er nicht reine ASCII-Dateien produziert, sondern seine Informationen in einem speziellen Binär-Format abspeichert. Man kann allerdings auch reine Textdateien einladen (d.h. in das FrameMaker-Format konvertieren) um sie z.B. in ein schöneres Format zu bringen. Man kann die Binärdateien aber nicht direkt drucken!

FrameMaker kannt ein Kommando Drucken. Man kann damit seinen Text auf dem Laserdrucker psr0 oder auf dem Tintenstrahldrucker ptcip ausdrucken, aber auf keinem anderen Drucker, da diese das Format (Postscript) nicht verstehen. Es dürfen nur kurze Texte auf diesen Druckern gedruckt werden, nicht ganze Diplomarbeiten! Näheres dazu im Kapitel Drucker bei den Benutzungsrichtlinien, das unbedingt vor dem Drucken gelesen werden muß!

Man kann ein FrameMaker-Dokument auch im Postscript-Format in eine Datei speichern, und diese später zum Drucker schicken (dann normal mit lpr). Mit dem Programm /local/postscript/bin/ps2ascii kann man den reinen Text aus dem Dokument erhalten, d.h. alle Formatierungsanweisungen werden entfernt. Da nicht einmal mehr Zeilenumbrüche enthalten sind, wird man es vielleicht durch den nroff schicken müßen, damit man es wenigstens in einen Texteditor laden kann.

Copy & Paste in Framemaker 4.0

von Jürgen Kleinöder
Wenn man das X-Clipboard laufen hat, funktionieren Copy und Paste im FrameMaker4 nicht richtig. Fontinformation geht verloren, aus Newline wird Paragraph-Vorschub und Tabellen bzw. Bilder sind überhaupt nicht zu kopieren.

Grund: In Frame4 wird das X- und das Frame-Clipboard einheitlich verwendet. Wenn man Copy macht, werden die Daten in's X-Clipboard geschickt, mit Paste die Sachen von dort geholt. Und das X-Clipboard kann natürlich nur Text.

Lösung: X-Ressource "Maker.serverOwnsClipboard: Other" in das eigene .Xdefaults eintragen, mit xrdb laden und Frame neu starten.