Mosaic, Netscape und Gopher
Netzlast
Gewarnt seien alle Benutzer von gopher und
WWW (Netscape, Mosaic, lynx usw.):
Diese Programme können eine große
Netzlast
verursachen, ohne daß man es sofort merkt: man sieht meist im
voraus nicht wieviel Daten über das Netz geschaufelt werden, wenn man
ein Knöpfchen anclickt bzw. einen Menüpunkt wählt. Mit
diesen Programmen sollte also nicht wahllos herumgespielt werden.
Insbesondere ist es nicht gestattet, sich tagsüber Bilder, Sounds oder
MPEG-movies von außerhalb zu holen, da diese in jedem Fall die
tolerierbare Netzbelastung übersteigen.
Benutzt man Netscape oder Mosaic um Seiten von außerhalb zu lesen, kann
man die Netzlast stark verringern, wenn man auf die Einblendung von
inline-Pictogrammen (d.h. Bilder die innerhalb einer Textseite angezeigt
werden) verzichtet. Dazu wählt man im Menü Options den Punkt
Auto Load Images (Netscape) bzw. Delay Image Loading (Mosaic).
Dann erhält man anstelle der Icons (Bildchen) einen kleinen Kasten.
Möchte man es später doch noch sehen, braucht man nur den Kasten
anzuclicken.
Die neueste Version von Mosaic
bietet die Möglichkeit die Anforderung
abzubrechen, wenn sie sehr lange dauert. Dazu clickt man mit der Maus auf
das sich bewegende Symbol oben rechts im Fenster. In Netscape erreicht
man den Effekt durch Drücken der ESC (Escape) Taste.
(Man beachte beim Abbrechen auch den
Proxy-Cache.)
Zusätzlich sieht man
wenn man die Maus über einen Hypertext-Anker (Link) bewegt unten im
Fenster die Ziel-URL
angegeben, an der man erkennen kann, ob ein Link die Universität verläßt.
Das sieht man am ersten Element hinter dem "//", der
Rechneradresse.
Beenden
WWW-Browser speichern
geholte Seiten oft in /usr/tmp zwischen. Nur wenn man das
Programm ordentlich, das heißt über die Close Window Funktion
verläßt, werden diese Dateien auch zuverlässig wieder gelöscht. Darauf
sollte man insbesondere achten, wenn man größere Dateien geholt hat,
da diese sehr leicht das /usr
filesystem
zum Überlaufen und damit den Rechner in Schwierigkeiten bringen können.
Ein weiterer Grund warum Mosaic
ordentlich beendet werden sollte ist die Global History
~/.mosaic-global-history, in der
alle schon besuchten Links verzeichnet werden. Diese Datei wird nur
beim Beenden des Programms beschrieben. Besuchte Links werden dann als
dunkelblau bzw. nur unterstrichelt markiert.
Bei gopher ist auch darauf zu achten, daß er ordentlich
beendet wird. Sehr häufig finden wir liegengebliebene
gopher-Prozesse, die
eine hohe CPU-Last verursachen. Das gleiche gilt übrigens für
elm und
nn. Es reicht bei diesen
Prozessen im Fall von Verklemmungen nicht aus, das umgebende Fenster zu
schließen oder die Shell zu beenden,
man muß sie explizit mit kill
abschießen.
Sicherheit
Böswillige Anbieter haben heutzutage eine ganze Reihe von Möglichkeiten,
arglosen Besuchern ihrer WWW-Server Schaden zuzufügen. Durch diverse
Tricks können z.B. private Dateien eines Benutzers gelesen und
zurückübertragen werden, oder gar beliebige Programme unter seinem
Account ausgeführt werden. Diese Sicherheitslücken bestehen vor allem
in den externen Programmen, die zum Anzeigen von Dokumenten gestartet
werden. Deshalb sollte man extrem vorsichtig sein, wenn man eine eigene
.mailcap im Home anlegt oder mit Netscape sogenannte
Helper aktiviert. Auf keinen Fall sollte eine
Shell für irgendeinen
Dokumenttyp gestartet werden. Sehr riskant sind aber auch
MS Word u.ä., die eine eingebaute Makro-Sprache haben.
Eine ganze Reihe von Sicherheitslücken sind auch von den
Netzwerksprachen Java und Javascript bekannt, so daß
man deren Ausführung am besten generell abschaltet
(bei Netscape 3.0 mit Options/Network/Languages),
und nur in Einzelfällen für vertrauenswürdige Sites wieder einschaltet.
Eine umfassende Erläuterung der Problematik bietet das untenstehende
Dokument (in englisch).
Privatssphähre
Neben den Sicherheitsrisiken besteht noch das etwas weniger dringende
aber u.U. ziemlich lästige Problem der Verletzung der Privatssphähre.
Dabei ist gemeint, daß einige Anbieter Daten über die Besucher ihrer
Server sammeln. Dies ist mindestens die Liste der abgerufenen Dokumente,
der Rechername des Aufrufers, evtl. der zuvor besuchte Server usw. Auf
diese Weise können Benutzerprofile erstellt werden, die dann zum Versenden
(bzw. der Präsentation in inline-images) von on-line Werbung benutzt werden.
Dazu werden insbesondere Cookies benutzt, die erlauben einem
Benutzer einen 'Tag' zu geben, der über Wochen und Monate gültig bleibt,
so daß man ihn/sie umfassend überwachen kann, sobald einer der Server
besucht wird, für den das Cookie gültig gemacht wurde (meist ist dies
ein zentraler Server, der die inline-Werbung für eine große Zahl von
anderen Servern bereitstellt). Folgende Abhilfen sind möglich:
- Ab Netscape 3.0 kann man eine Warnung ausgeben lassen, wann immer
ein Server versucht, einen cookie zu setzen. Man schaltet dies ein
unter Options/Network/Protocols.
- Es empfiehlt sich außerdem, regelmäßig das Cookies-File zu löschen,
z.B. indem man in sein .xinitrc den folgenden Befehl
aufnimmt: rm -f .netscape/cookies
Auch dazu näheres im untenstehenden Dokument.
Siehe auch:
Sicherheit
und Mißbrauch im WWW
Horch-Demo
Einführung in das World-Wide-Web