Beim Verschicken mehrerer Mails hintereinander, z.B. durch ein Shell-Script, muß zwischen den einzelnen Kommandos ein sleep von mindestens 15 Sekunden eingehalten werden. Ansonsten kann sowohl der lokale Rechner als auch der zentrale Mailserver für längere Zeit überlastet werden.
Seinen Mailfolder sollte man nicht zu groß werden lassen, da dies das Spooling Verzeichnis für alle zum CIP hereinkommende Mail ist, d.h. wenn hier kein Speicherplatz mehr frei ist, kann niemandem mehr Mail zugestellt werden. Bei Überschreitung einer Mailfoldergröße von derzeit 500kB werden automatische Warnmails verschickt. Wird daraufhin die Größe nicht verringert, werden von uns Gegenmaßnahmen ergriffen (sperren, wegmoven oder löschen des Folders). Insbesondere wer Mitglied einer Maillingliste ist, sollte unbedingt daran denken diese abzubestellen bevor er in Urlaub geht. Die einfachste Methode den Folder zu verkleinern, ist mails z.B. im elm mit dem ">" Kommando in einen anderen Folder im eigenen Home zu moven.
Des weiteren ist es nicht erlaubt, andere Dateien als seinen incoming-Mailfolder (d.h. eine Datei mit dem Loginnamen als Name) im Mail-Spoolingverzeichnis /usr/mail bzw. /usr/spool/mail anzulegen - selbst wenn das technisch möglich ist. Manche Mailreader legen dort automatisch Dateien an (Lock-Files), meist der Länge 0. Der Mailfolder-Checker versucht diese zu ignorieren, aber wenn trozdem eine Mail verschickt wird, die die Existenz einer Datei an diesen Orten moniert, sollte die Datei umgehend gelöscht werden, sie ist i.A. überflüssig.
Beim forwarden von Mail mit dem .forward File ist größte Vorsicht geboten. Es sollte unbedingt sichergestellt werden, daß Mail nicht im Kreis verschickt wird, d.h. daß ein Empfänger geforwardeter mail diese wieder zurückforwardet. Dies kann zu einem totalen Zusammenbruch des Mailing Systems führen. Man kann die Korrektheit des forwardings leicht durch Verschicken von mails an sich selbst testen.
In letzter Zeit ist es in Mode gekommen, automatische Reply-Systeme zu installieren, die dann z.B. mitteilen, wenn man gerade nicht am Rechner sitzt. Das ist zwar recht hübsch, man sollte aber auch bedenken, daß nicht jeder an solchen automatischen Replies interessiert ist, insbesondere auf automatisch erzeugte Mails (z.B. Systemfehlermeldungen, die Replies gehen dann an alle Systembetreuer).