Veränderungen am Shared Environment WS 94/95
Wir haben das Environment im Wintersemester 94/95 noch einmal komplett
überarbeitet, um insbesondere die X-Umgebung schöner und komfortabler
zu gestalten. Bis auf eine kleine Ausnahme, sollten Benutzer der
älteren Punktfiles (cpenv
vor 25.11.1994) keine Beeinträchtigungen spüren. Um jedoch in den
vollen Genuß aller Verbesserungen zu kommen, sollte man komplett neu
installieren, oder die beschriebenen Veränderungen nachvollziehen.
.xsession obsolet
Es gibt jetzt nur noch eine
Startup-Datei für das
X-Window-System, d.h. die Funktionalität
wurde voll und ganz in die Datei .xinitrc übernommen.
Falls im Home noch ein .xsession existiert, wird dies
jedoch auf X-Terminals (SLC und sun3) und SGI weiterhin verwendet.
Die Datei .sgisession, die es vor Urzeiten mal für die
SGI Maschinen gab, wird nicht mehr beachtet.
Vorteil: Die Inhalte der 2 Startupdateien waren
sowieso weitgehend identisch, man braucht jetzt Änderungen nur noch
in einer Datei nachzuvollziehen. Zwischen den einzelnen Architekturen
im CIP-Pool kann man am besten anhand
der $ARCH
Environment-Variable
unterscheiden (siehe auch Demo
/local/login/demo/.xinitrc):
Gleichermaßen werden Fehlerausgaben des X-Startups und Windowmanager
für alle Rechner in .xerrors umgeleitet,
und nicht mehr in .xsession-errors
Alias-Datei eingeführt
Es besteht nun die Möglichkeit, alle Alias-Definitionen aus
.cshrc heraus in eine eigene Datei .aliases
zu verlegen. Wenn diese Datei existiert, wird sie beim Startup
der csh automatisch
eingelesen. Eine Datei mit Default-Aliasen wird nun von
cpenv ins Home mitinstalliert.
.Xdefaults teils geshared
Einige X-Resourcen, die u.U.
an Änderungen der Systeminstallaion
angepaßt werden müssen, sind in eine globale Datei ausgelagert worden.
Diese werden vom privaten .Xdefaults eingelesen mit
#include ".ENV/Xdefaults"
das ganz am Anfang der Datei stehen sollte. Man sollte diese Werte
nach Möglichkeit nicht durch spätere Definitionen überschreiben.
Display-Variable über rlogins erhalten
Das rlogin
Kommando wurde so umdefiniert (per Alias), daß die
DISPLAY
Environment-Variable
auf dem Remote-Host korrekt gesetzt wird. Dies setzt vorraus, daß
auf dem Zielrechner auch das Shared-Environment verwendet wird.
Für Fortgeschrittene: Hierzu wird die TERM Variable
mißbraucht, die als einzige über ein rlogin hinweggereicht wird. Wir
sind uns bewußt, daß dies etwas unsauber ist, aber solange niemandem
negative Konsequenzen auffallen, ignorieren wir die Bedenken zugunsten
des größeren Komforts.
Eine frühere Implementation hatte eine Datei .console
im Home benutzt. Dies hatte jedoch Nachteile, wenn man sich nacheinander
auf der Console mehrerer Rechnern einloggt oder in verschiedenen Domains
unterschiedliche Homes hat.
Windowmanager-Menüs geshared
Einige Windowmanager sind leider nicht in der Lage, beim Einlesen
ihrer Startupdatei einen "include" auszuführen. Deshalb mußte ein
relativ aufwendiger Mechanismus implementiert werden, in dem die
eigentliche Startupdatei aus einem privaten (benutzerverwalteten)
und einem globalen (zentral verwalteten) Teil zusammengebaut wird.
Ist keine private Definitionsdatei vorhanden, wird weiterhin
nur die eine Startupdatei im Home verwendet.
Für den Benutzer sollte das Handling um einiges einfacher geworden
sein. Detaillierte Beschreibung auf der nächsten Seite:
Shared Windowmanager Menüs