Ist man in mehreren Projekten, so entscheidet die "Priorität" der Projekte wo man nach dem Einloggen landet. Das sind Zahlen, die jedem Projekt nach Gusto der Administratoren zugewiesen werden. Man kann sie Ablesen in der Ausgabe von ypcat projects.byname womit man alle Projekte listet (Siehe im Kapitel zu NIS). Das Format der Ausgabe ist:
- CIP-Home, Realhome
- Das Home unter /home/cip/jahrgang, das jedem Benutzer ab Erwerb eines Logins zugeteilt wird. Dieser Pfad wird in der Environment-Variablen $REALHOME gespeichert. Erreichbar mit cd ~logname in der csh.
- Projekthome
- Ein Verzeichnis unter /proj/projektname befristet für die Dauer des Projekts.
- Home, Loginhome
- Das Home, in dem man nach dem Einloggen landet. Der Pfad wird in
$HOMEabgelegt. Erreichbar mit cd (ohne Argumente) oder cd ~. Dies kann sowohl das CIP- als auch ein Projekthome sein.
projectname:directory:loginshell:priority:flags:netgroupUm zu steuern, in welchem Projekthome man dann nach dem Einloggen landet, kann man in eine Datei .projects im CIP-Home einen Eintrag der obigen Ausgabe kopiern. Ist die Datei dagegen leer, (Anlegen z.B. mit touch $REALHOME/.projects), so landet man nach jedem Einloggen im CIP-Home. Weitere Details im Kapitel Loginshells.
Das kann man auch automatisch von dem Programm cpenv ausführen lassen; es bietet eine Liste aller möglichen Login-Homes an und läßt den Aufrufer daraus wählen. Das Programm beschreibt ausführlich was es tut und sollte selbsterklärend sein. Näheres läßt sich zu dem Thema noch unter man envlogin finden.
In der Shell-Environment-Variablen $HOME wird jeweils das login-Home gespeichert, $REALHOME zeigt immer auf das CIP-HOME. Es empfiehlt sich also, die Konfigurationsdateien $HOME-orientierter Programme wie nn in das ausgewählte Projekthome zu moven. Um das Shared Environment (Beispiel siehe /local/login/demo) im neuen Projekthome zu installieren, braucht man nur /local/login/demo/cpenv einzugeben.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß der Plattenplatz nicht an Studenten vergeben wird um darin Audio-, Picture- oder sonstige spielerisch orientierte Daten abzulegen. Es ist nicht gestattet CIP-Projektverzeichnisse mit größeren Mengen an nicht auf die Lehre bezogenen Daten zu füllen.